Rituale der Einsetzung
Die Rituale der Einsetzung – eine kurze Zusammenfassung
Mittelpunkt der Ausstellung „Spektakel der Macht“ waren die Rituale der Einsetzung. Damit sind Rituale gemeint, die angewandt wurden, wenn jemand in sein Amt eingeführt würde.
Zu damaligen Zeiten wurde das „Einsetzen“ wirklich wörtlich umgesetzt: Das Ritual der Einsetzung war vollzogen, wenn der zukünftige Amtsinhaber auf einen Thron, an einen Altar usw. gesetzt wurde.
Solche Einsetzungsrituale wurden abgehalten, falls ein Thron leer oder ein Amt vakant war, aber auch, wenn die Ordnung in der Gesellschaft unterbrochen war. Man beabsichtigte damit, diese Unsicherheit im Volke zu überbrücken.
Es gab vier Rituale, die als typische Rituale der Einsetzung für diese Zeit zu nennen sind:
Die mittelalterliche Papst- und Bischofsweihe, die Amtseinsetzung des Rektors bzw. die Promotion eines Doktors an der Universität, die Wahl und Einsetzung des Rats in der Stadt sowie die frühneuzeitliche Kaiser – und Königskrönung im Römisch – Deutschen Reich.
Auch, wenn sich diese Rituale voneinander unterschieden, je nachdem, wo sie vollzogen wurden, hatten sie doch einen gemeinsamen Kern: In ihrem Ablauf erstreckten sie sich über mehrere Stationen.
In der Ausstellung "Spektakel der Macht" wurde den Besucher ermöglicht, diese Stationen zu begehen und sich so in die damalige Zeit und das Treiben hinein zu versetzen.
Zeitzeugen dieser Spektakel der Macht waren vor allem Gemälde, denn es war üblich,diese Ereignisse zu damaliger Zeit (ähnlich wie heute durch die Presse auf Videoaufnahmen oder durch Fotos) in Wort und Schrift fest zu halten.
Worauf bei diesen Ritualen der Einsetzung Wert gelegt wurde, wie miteinander umgegangen wurde und welche Verhaltensweisen üblich waren, erfahren Sie hier.
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