Gedeck des Frankfurter Ratssilbers mit dem Stadtwappen

Wie wir bereits erwähnten, nahmen Festbankette einen sehr bedeutenden Platz bei gesellschaftlichen Ereignissen ein. Meist wurden rituelle Zeremonien damit abgeschlossen.

Bei Kaiserwahlen wurden zum offiziellen Krönungsbankett die Minister, Reichsgrafen, Kavaliere und Kammerherren auf Kosten des neuen Herrschers im Nebenzimmer des Frankfurter Römers mit leckeren Speisen versorgt.

Die Abgesandten der Reichsstädte Aachen und Nürnberg nahmen ihre Speisen gemeinsam mit den Frankfurter Deputierten in der Ratsstube ein.
Der Frankfurter Magistrat ließ das Mahl zubereiten, welches auf städtischem Zinn, – Silber – und Fayencegeschirr serviert wurde.

Im Jahr 1740/ 41 wurde vom Rat kostbares Augsburger Silbergeschirr erworben, welches man mit Zinn – und Fayencegeschirr ergänzte. Diese Kombination sollte repräsentativer sein.

Die Präsentierplatten, Salzfässer, Lichtputzscheren und Leuchter standen symmetrisch angeordnet auf der Tafel. Ebenfalls dort standen die Fayence, Platten und Schüsseln. Die Tafel war nach dem französischen Hofzeremoniell gedeckt.

Das Geschirr fand auch bei anderen feierlichen Anlässen Verwendung, wie beispielsweise bei einer Ratswahl.

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