Französische Revolution

Die Französische Revolution (1789 bis 1799) gehört zu den folgenschwersten Ereignissen der neuzeitlichen Geschichte Europas.

Durch sie wurde der feudalabsolutistische Ständestaat abgeschafft. Außerdem wurden grundsätzliche Ideen und Werte der Aufklärung verbreitet , hier sind insbesondere die Menschenrechte gemeint. Dieser Prozess zog tief greifende Veränderungen in ganz Europa nach sich, die einerseits macht – aber auch gesellschaftspolitisch waren. Das moderne Verständnis von Demokratie wurde in dieser Zeit maßgeblich beeinflusst.

Die Französische Revolution war ein fundamentaler Umbruchprozess Ende des 18. Jahrhunderts, durch den sich das Verständnis der Gesellschaft und Herrschaft und somit auch die Bedeutung und Durchführung der Rituale veränderte.

Es setzten sich andere Arten der gesellschaftlichen Gruppenbildung, sowie die Setzung von Recht und der Legimitation auf Herrschaft durch und machten somit den bisherigen Ritualen ihren Stellenwert streitig.

Trotz dieses Wandels benötigte auch diese neue Ordnung die Macht der Rituale, um sich darzustellen, Stabilität zu erzeugen und sich zu bewahren.

Die neuen Werte „Freiheit“ und „Gleichheit“ wurden nun auch durch Rituale sichtbar gemacht, wie beispielsweise durch die Pflanzung von Freiheitsbäumen oder der Feier egalitärer Bankette.

Auch entstanden Rituale rund um die Verfassung als Fuß der neuen politischen Ordnung so genannte Verfassungsrituale.

Ein weiteres Kennzeichen der Französischen Revolution war die rasche Abfolge von Verfassungsordnungen. Erst gab es eine konstitutionelle Monarchie, die durch den Kampf der Bürger für bürgerliche Freiheitsrechte entstand (1789- 1792), es folgte die Republik bis hin zum Kaisertum Napoleons (1804), der seinen Aufstieg dem in den Revolutionskriegen entstandenen Bürgerheer und dessen Rückhalt bei der Verwirklichung seiner politischen Ambitionen verdankte, die über das Land Frankreich hinaus gingen.

Da es in dieser Politik galt, darum zu kämpfen, dem Volke aber auch der politischen Elite gerecht zu werden, verwendete Napoleon in seiner Krönungszeremonie einerseits monarchische Rituale sowie republikanische Eidleistungen. Er hoffte, somit die Beteiligten versöhnen zu können.

Die heutige Französische Republik, ein liberal- und demokratischer Verfassungsstaat wird von den Franzosen als Folgeleistung der Französischen Revolution verstanden.

|
RSS | Sitemap