Angela Merkel: Amtseid als Kanzlerin
Auch heute noch kommt bei der Einführung eines politischen Amtes dem Leisten des Eides und den damit verbundenen symbolischen Gesten eine hohe Bedeutung zu.
Eines dieser jüngeren Beispiele war die Vereidigung von Kanzlerin Angela Merkel am 22. November 2005.
Auf einem Foto hat sie die rechte Hand feierlich zum Schwur erhoben, während der Bundestagspräsident Norbert Lammert vor ihr die aufgeschlagene Verfassung hält.
Die erste weibliche Kanzlerin Deutschlands, Angela Merkel, spricht die Eidesformel aus dem Grundgesetz und ergänzt diese noch um den Satz „So wahr mir Gott helfe“.
Mit dieser Vereidigung, welche im Bundestag stattfand und die auch für alle Bundesbürger live über das Fernsehen übertragen wurde, war die Einsetzung in das Kanzleramt endgültig vollzogen.
Ähnlich wie früher ist die Wahl der Regierung heute noch anonym. Die Vorstellung der Kandidaten und der Kampf um die Gunst der Wähler findet jedoch genau wie damals in der Öffentlichkeit statt.